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Pfirsichköpfchen - Agapornis Fischeri

Südöstlich des Victoriasee in Tansania ist dieser Vogel beheimatet. Dort findet er die Savannen der Hochländer in 1000 - 1700m Höhe.Er bevorzugt den dichten Bestand von Schirmakazien und anderen Bäumen. Die Vögel sind bei den einheimischen Bauern nicht sehr beliebt, fallen sie doch in riesigen Schwärmen in die Mais- und Hirsefelder ein und richten beträchtlichen Schaden an. Obst wird direkt von den Stauden gepflückt. Es werden sowohl mehlhaltige wie auch ölhaltige Sämereien genommen, natürlich auch süße Früchte und Beeren. Ganz beliebt sind die zarten Triebe der Grünpflanzen. Sie brüten am liebsten in lockerer Gesellschaft,
benutzen auch verlassene Höhlen anderer Vögel. Auch hier
werden lange dünne Zweige und Blattstreifen eingetragen und
verbaut. Auch in unseren heimischen Volieren werden diese
Vögel überaus erfolgreich gezüchtet

           

Schwarzköpfchen - Agapornis Personata

Wunderschön anzuschauen sind diese kontrastreichen Vögel, wenn sie im Schwarm von 100 oder mehr Vögeln durch die Gegend streifen. In diesem Schwarm befinden sich auch eine ganze Menge Pfirsichköpfchen, mit denen sie sich auch paaren. Sie leben im Inneren des östlichen Tansanias und zwar vom Manyaras See bis Iringa. Der Lebensraum ist die Grassteppe in 1100 - 1600 m Höhe. Dort hocken und brüten sie in den Akazien, am liebsten aber in Affenbrotbäumen. Auch hier wird das Nest vom Weibchen allein ausgepolstert mit Gräsern, Rindenstreifen und Palmwedelstreifen. Wenn man sie nicht sieht, dann hört man sie, ihr lautes schrill pfeifendes Kreischen. Auch bei dieser Art haben wir einige Mutationen. Die grüne Grundfarbe besteht aus Blau und Gelb. Spalte ich genetisch eine Komponente ab, so bleibt die andere übrig. So haben wir Gelbe Personata und natürlich auch Blaue Personata

          

Orangeköpfchen - Agapornis Pullarius

Die Heimat des Orangeköpfchen ist Westafrika von Sierra Leone durch das Ubangi-Schari- Gebiet ostwärts bis Bahr el Ghazal und Albertsee, südlich durch Kamerun bis Nordangola. Diese Art wurde häufig und regelmäßig nach Europa gebracht. Beim Weibchen ist die Gesichtsfarbe mehr mennigrot bis gelblich orangerot und diese Färbung ist deutlich weniger ausgedehnt. Sie fliegen in kleineren Gruppen bis zu 20 Vögel. Ganz außergewöhnlich ist das Brutverhalten dieser Art, sie brüten nicht in Höhlen sondern sie nagen sich Höhlen in baumbewohnende Termitenbauten. Erstaunlich ist, das die Termiten die Vögel dulden obwohl sie sonst alle anderen Lebewesen angreifen. Die Höhle wird fast nur von Weibchen gegraben. Nur ein wenig Rindenbast und Blattstreifen werden zerschnipselt und im Gefieder versteckt eingetragen

                                 

Rosenköpfchen - Agapornis Roseicolli

Äußerlich völlig gleich gefärbt zeigen sich die Geschlechter dieser Vögel. Bei manchen Weibchen ist die Rotfärbung etwas blasser. Auch Rosenpapagei genannt bewohnen die Vögel das südliche Angola südwärts bis zum rechten Ufer des Orangeflusses und bis nach Namibia. Sie lieben die trockenen Savannen vom Flachland bis in Höhen von 1600m. Dort findet man nur noch spärlichen Bewuchs. Wichtig für die Roseicolli ist die unmittelbare Nähe von Wasser. Mehrere mal täglich sind sie dort, um zu trinken. Das Brutgehabe der Rosenköpfen ist sehr interessant, sie brüten am liebsten in Kolonien. Sie brüten auch nicht nur in Baumhöhlen sondern auch in Felsspalten, sogar wie unsere heimischen Spatzen unter Dächern. Das Nest wird ausschließlich nur von Weibchen ausgepolstert. Das Nistmaterial wird im Bürzelgefieder gestapelt und dann eingeflogen. Durch die Massenzuchten hier bei uns hat es natürlich viele Mutationen gegeben, heute ist es schon ein Glücksfall, noch reinerbige Collie´s zu finden

                                                           

Welser Zoo / Markus Welser ©Copyright 2005
24.04.2008